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Der Test
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Einführung

Die Lebensbedingungen in den westlichen Industriegesellschaften verändern sich zunehmend und beeinträchtigen den Lebens - und Bewegungsraum von Kindern. Betrachtet man den typischen Tagesablauf eines Kindes im 21. Jahrhundert, so zeigt sich, dass von 24 Stunden ca. 10 Stunden Schlaf, 10 Stunden Sitzen in der Schule und beim Essen, vor dem Fernseher oder Computer verbracht werden und der Bewegungsanteil immer weiter zurückgeht. Dies wird noch dadurch erschwert, dass motorisch begabte Kinder viel mehr Erfolgserlebnisse bei Sport, Spiel und Bewegung sammeln als solche die weniger begabt oder trainiert sind.


" Die Entwicklung des Geistes ist nicht nur mit der Entwicklung des Körpers unzertrennlich verbunden, sondern sie entwickelt auch jede dieser Anlagen vermittelst der anderen und durch sie."

(Pestalozzi: Über die Elementarbildung. 1809)



Wenig Erfolgserlebnisse im Sport führen häufig zu Ausgrenzung und in der Folge zu weiterer körperlicher Inaktivität.. Die Schere zwischen begabten und unbegabten bzw. zwischen trainierten und untrainierten Kindern geht immer weiter auseinander und führt zu einer Aktivitäts- und Inaktivitätsspirale.
Der daraus resultierende Bewegungsmangel verhindert die Entwicklung der motorischen Basisfähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und vor allem Koordination. Damit wird die notwendige - und auch für die geistige Entwicklung wichtige - grundlegende und vielfältige Bewegungsentwicklung der Kinder drastisch eingeschränkt. Dies hat aktuelle und langfristig noch nicht abzusehende Folgen (HUBER 2001).

Auch die Ergebnisse des vom Robert Koch Institut in Auftrag gegebene Forschungsprojekt KIGGS (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland 2003-2006) weisen darauf hin, dass durch einen aktiven Lebensstil der Entwicklung von Krankheiten und Beschwerden in jedem Lebensalter entgegengewirkt werden kann. Des Weiteren wird auf die positiven Einflüsse von Bewegung für die organische und motorische Entwicklung ebenso hingewiesen, wie auf das psychosoziale Wohlbefinden und das Erlernen sozialer Kompetenzen. Die Aktuellen Empfehlungen gehen davon aus, das Kinder jeden Tag mindestens eine Stunde körperlich aktiv sein sollten.



"Durch moderne Lebensverhältnisse sind Kinder mehr gefährdet als jede Altersgruppe, und es wird zunehmend eine gesellschaftspolitische Aufgabe, durch attraktive, ausreichende Bewegungs- und Sportformen den frühzeitigen Haltungsverfall und eine umfassende Gesundheitsgefährdung zu verhindern" (Rieder 1996).

Darauf weist auch die Heilbronner Deklaration hin, die anlässlich des KIDS AKTIV Kongresses 2001 in Heilbronn von allen beteiligten Institutionen und Berufsgruppen formuliert wurde.
Den darin genannten Forderungen und Zielen will das Projekt KIDS AKTIV mit seinen unterschiedlichen Bausteinen Rechnung tragen.
Die Effektivität des Bewegungsprogramms konnte zudem durch eine wissenschaftliche Evaluation der Universität Heidelberg belegt werden (Abschlussbericht Modellstudie).

Die Initiatoren von KIDS AKTIV verbinden mit dem Projekt die Hoffnung und den Wunsch zur Nachahmung, zum Erfahrungsaustausch und zu der Verbreitung des Projekts.

 

 

 

Kids aktiv e.V. Solingen
Postfach 150120
42708 Solingen